Land der Dichter und Denker

Ich weiß nicht genau, aber in mir keimt so ein Verdacht, dass wir uns immer mehr entfernen, vom Land der Dichter und Denker. In erster Linie von dem der Denker.

Mein Auto, gerade von der Hebebühne der Werkstatt meines Vertrauens entkommen, wippte auf dem Heimweg wie ein Kinderwagen. Dort schließlich angekommen, sah ich, dass die Karosserie hinten praktisch Bodenhaftung hatte. Es sah aus, als ob ein vorwitziger Mechaniker die Stoßdämpfer entfernt hatte.

Nun, in einem Land, wo im Operationssaal schon mal OP Bestecke in Bauchhöhlen vergessen werden, Gewehre nicht treffen, Flugzeuge nicht fliegen, Pfannen mit Halterungen aus rostenden Schrauben verkauft werden usw, usf, ist wohl alles denkbar.

So keimte in mir kurzfristig der Verdacht, dass mein Mechaniker seiner Arbeit nicht mit der notwendigen Aufmerksamkeit nachgegangen war.

Ich tat im Unrecht. Das Problem war eine 20cm lange Stange, die die Luftfederung arrangieren soll, allerdings ob eines Ermüdungsbruchs ihre Funktion in Gänze eingestellt hatte.

Wird allerdings die Kompressibilität von Luft aufgrund fehlender Steuermerkmale unzureichend oder gar nicht genutzt, macht der darauf sitzende Überbau, in dem Fall das Heckteil des Autos, genau das, was nach den Gesetzten der Physik vorgesehen ist; es fällt nach unten.

Der findige Meister diagnostizierte beim traurigen Anblick des Autohecks richtigerweise eine defekte Regulierstange und zeigte mir den Bruch der Stange.

„Die ist aus Kunststoff, die bricht ganz gerne mal“, wusste mein Mechaniker zu berichten.

„Aus Plastik?“, schrie ich leicht hysterisch auf. Eine Stange, mehr ein Stängelchen, das dafür sorgt, dass mir das Heck nicht auf die Straße fällt – aus einem Material, dessen unzweifelhafter Vorteil darin besteht, in der Küche als Schüssel einem für Flüssigkeiten dienlichem Zweck eingesetzt zu werden, ansonsten aber ob der Beanspruchung aus meiner Sicht im mechanischen Bereich nichts zu suchen hat?

Dem Hersteller meines Autos wollte ich einen geharnischten Brief zukommen lassen.

Gerade noch rechtzeitig las ich im Internet von einer Rückrufaktion, die eben den Austausch dieser Regulierstange in eine Metallstange bezwecken sollte.

Begründung: Die Stange sei auszutauschen, da es ansonsten zu Komforteinbußen kommen könne.

Briefe der Weltgeschichte

Im Jahr 1940 schrieb der 14-jährige Fidel Castro an den damaligen Präsidenten der USA, Franklin D. Roosevelt. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass Roosevelt im Jahr 1940 ein weiteres Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden war.

Ob Roosevelt dem jungen Castro tatsächlich einen 10-Dollar-Schein zugesendet hat, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Erfahrungen mit Linux II

Bei mir auf dem Hauptrechner läuft jetzt Linux Mint im Dualboot mit Windows 7. Im Vorfeld habe ich meinen immerhin auch schon vier Jahre alten Rechner um 4 GB RAM aufgestockt, so dass ich jetzt in Verbindung mit dem 3 GHz Prozessor und 8 GB Arbeitsspeicher mit Linux Mint ziemlich flott unterwegs bin.

Desktop unter Linux Mint

Desktop unter Linux Mint


Dass sich die Installation letzten Endes schwieriger gestaltete, ist meiner Neugier und Spieltrieb geschuldet. Tatsächlich musste ich Linux mehrfach installieren und habe mich bei der letzten Installation dann für Linux Mint entschieden.Die Installation selber ist relativ einfach, zudem gibt es zahlreiche Tutorials im Netz.

Beim Installationsvorgang empfiehlt es sich, eigene Partitionen anzulegen. Nur so hat man die Möglichkeit das Betriebssystem von den persönlichen Daten zu trennen. Im Fall eine Systemcrashs sind so die persönlichen Daten noch erhalten. Das klingt erst einmal kompliziert, ist es aber nicht. Die einzelnen Schritte werden in diesem Video praxistauglich erklärt.

Selber partitionieren oder Linux machen lassen

Selber partitionieren oder Linux machen lassen

Will man Linux die Partitionierung überlassen, ist darauf zu achten, dass ein bereits vorhandenes Betriebssystem, wie z.b. Windows, auch erkannt wird. Ansonsten überschreibt Linux die Windows Partition. Normalerweise erkennt der Installer bereits vorhandene Partitionen und bietet die Installation daneben an.

Beim Booten des Rechners kann dann zwischen den beiden Betriebssystem gewählt werden. Manchmal allerdings, vor allem wenn schon viel installiert und deinstalliert worden ist, erkennt der Linux-Installer eben keine (vorhandene) zweite Partition. Meist liegt das an Resten aus alten Boottabellen, die erst beseitigt werden müssen. Wie das geht, zeigt diese Seite.

Ein weiterer Tipp, der eigentlich an den Anfang gehört, ist, Linux vor Installation immer im Live-System aus zu probieren. Beim Booten der DVD mit der Linux iso Datei bietet Linux diese Option an. So kann erstens ausprobiert werden, ob Linux überhaupt das OS meiner Wahl ist und zweitens, was noch wichtiger ist, ob die Hardware funktioniert. Keine Angst, gerade ältere Rechner funktionieren hervorragend mit Linux. Meist sind es brandneue Rechner, dessen Hardware sich nicht mit Linux anfreunden kann.

Kann nichts passieren - Ubuntu im Livesystem ausprobieren

Kann nichts passieren – Ubuntu im Livesystem ausprobieren

Linux lässt sich, anders als Windows, bis ins kleinste Detail anpassen. Von der Original Windows bis hin zur Apple Oberfläche, alles ist möglich.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass in Linux nicht viel kaputt zu machen ist. Bis auf den Bootloader lässt sich Linux nicht so leicht zerschießen und der lässt sich reparieren. Wer sich mit Linux so gar nicht anfreunden kann, der löscht einfach die Linux Partition und stellt den Windows-Bootloader wieder her.

Erfahrung mit Linux Teil I

Nicht schon wieder – diesmal ist es die Uhrzeit. Windows zeigt mir bei jedem Neustart eine verkehrte Uhrzeit an. Das ist nicht nur lästig, sondern auch blöd für zu speichernde Dokumente. Malwarebytes Anti-Malware entdeckt nach dem Scannen „wieder einmal“ ein Rootkit, der allem Anschein nach erfolgreich entfernt wurde. Eine Never Ending Story unter Windows, die im schlimmsten Fall zu einer Neuinstallation führt – ⇒wie⇒so⇒oft.

Als ich dann las, dass ein Update für Windows 7 eigentlich auch nichts anderes ist, als ein Downloader für Windows 10, war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich will ein Betriebssystem, das sich ganz nach meinen Vorstellungen anpassen lässt, schnell und eben kein Einfallstor für Maleware, Viren oder Trojanern ist.

Bei dieser Auswahl kommt man ganz schnell auf Linux. Daran hatte ich mich allerdings bereits vor 16 Jahren erfolglos versucht und so war ich anfangs skeptisch. Da bei mir in der Büro Ecke noch ein altes Netbook mit zugemülltem Windows sein trostloses Dasein fristete, war ich gewillt, mich noch einmal auf das Abenteuer Linux einzulassen.

Nachdem ich dem Netbook einen neuen Akku spendiert hatte und aus zahlreichen Distributionen die mir passend erscheinende Distribution Ubuntu völlig problemlos installiert bekommen habe, war die Begeisterung groß: Alles funktionierte und das in ordentlicher Geschwindigkeit.

Wer nun nichts weiter möchte, als mit Linux zu arbeiten, der kann nach der Installation sofort loslegen. Die wichtigsten Programme werden bereits mitinstalliert. Wer sich tiefer mit Linux beschäftigen möchte und das Betriebssystem nach eigenen Wünschen gestalten will, für den markiert die Installation nur den Anfang einer langen Reise zum Verständnis von Linux.

Die Installation auf dem PC als Dualboot System verlief nicht ganz so problemlos, zum einen hatte ich meine Fähigkeiten in Bezug auf Linux überschätzt, zum anderen war es Unachtsamkeit, die mich dazu zwang, Linux und Windows wiederholt zu installieren.

Verzweifeln braucht aber niemand, für jedes Problem gibt es im Netz umfangreiche Hilfe und da zumindest fast jeder Anfängerfehler schon einmal gemacht worden ist, findet sich meist schnell auch eine Lösung.

Bei Installation als Dualboot auf dem Hauptrechner empfiehlt sich ein funktionstüchtiger zweiter Rechner, um im Notfall im Netz Hilfe zu finden. Eigentlich kann aber so viel nicht passieren, denn es gibt immer noch die Chance, im Linux- Live Modus ins das System einzugreifen. Oder, wer auf Nummer Sicher gehen will auch nur im Live-System zu testen, ob Linux einem persönlich überhaupt zusagt.

Vor allem gilt aber und das kann nicht oft genug wiederholt werden: Daten sichern, (E-Mail Adressbuch und Lesezeichen des Browsers nicht vergessen). Am besten auf eine externe Festplatte, die für die Zeit der Bastelei mit den gesicherten Daten weitab vom PC im Schreibtisch verstaut wird. Bei einer angeschlossenen externen Backup Festplatte ist die Gefahr groß, sich die (vermeintlich) sicheren Daten mit einer Linux Distribution versehentlich zu überschreiben. (So blöd wie es klingt, mir ist das tatsächlich passiert)

Für die Windows-Partition empfiehlt es sich, zusätzlich ein Systemabbild erstellen zu lassen, so kann man nach einem Crash relativ problemlos “sein” Windows wieder herstellen, mit allen Daten und Einstellungen.

Gelöschte Festplatte – Fotos weg?

Recuva

Der Klassiker – Ein Klick und schon ist es passiert. Die Schnellformatierung unter Windows hat die Partition auf der Festplatte gelöscht und die Bilder sind weg. Sind die Familienfotos damit für immer verloren?

Nicht ganz, denn Windows hat im Fall der Schnellformatierung lediglich das „Inhaltsverzeichnis“ der Festplatte gelöscht. Die Festplatte scheint leer, die Daten sind jedoch mit ein bisschen Aufwand zu finden und wieder herzustellen.

Bis zum Abschluss der Arbeiten sollte natürlich nichts mehr auf der Partition gespeichert werden, deren Daten wiederhergestellt werden sollen, denn – überschriebene Daten sind unwiederbringlich weg.

Wenn es um die Wiederherstellung von Daten wie Bilder oder Texte auf einer “nur” schnell formatierten und noch nicht wieder beschriebenen Partition oder Festplatte geht, bietet sich die Freeware Recuva an.

In meinem Fall hat die Software fast alle vermeintlich gelöschten Fotos nach intensiver Suche gefunden (immerhin 3000 Bilder) und wieder hergestellt.

Bei einem Tiefenscann, der fast immer notwendig ist, muss ja nach Partitionsgröße, mit mehreren Stunden Suche gerechnet werden. Die Software ist selbsterklärend und lässt sich hier downloaden.

Um übrigens in Zukunft ganz auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt sich neben der externen Festplatte, die Backups automatisch erstellen sollte – beispielsweise mit Nero, eine zweite externe Festplatte, auf der die Kopien der Backups von Zeit zu Zeit gespeichert werden sollten, die dann in der Schreibtischschublade aufbewahrt wird. So ist man relativ sicher und löscht nicht, wie in meinem Fall, gleich Partition und Backuplatte auf einmal.