Gelöschte Festplatte – Fotos weg?

Recuva

Der Klassiker – Ein Klick und schon ist es passiert. Die Schnellformatierung unter Windows hat die Partition auf der Festplatte gelöscht und die Bilder sind weg. Sind die Familienfotos damit für immer verloren?

Nicht ganz, denn Windows hat im Fall der Schnellformatierung lediglich das „Inhaltsverzeichnis“ der Festplatte gelöscht. Die Festplatte scheint leer, die Daten sind jedoch mit ein bisschen Aufwand zu finden und wieder herzustellen.

Bis zum Abschluss der Arbeiten sollte natürlich nichts mehr auf der Partition gespeichert werden, deren Daten wiederhergestellt werden sollen, denn – überschriebene Daten sind unwiederbringlich weg.

Wenn es um die Wiederherstellung von Daten wie Bilder oder Texte auf einer “nur” schnell formatierten und noch nicht wieder beschriebenen Partition oder Festplatte geht, bietet sich die Freeware Recuva an.

In meinem Fall hat die Software fast alle vermeintlich gelöschten Fotos nach intensiver Suche gefunden (immerhin 3000 Bilder) und wieder hergestellt.

Bei einem Tiefenscann, der fast immer notwendig ist, muss ja nach Partitionsgröße, mit mehreren Stunden Suche gerechnet werden. Die Software ist selbsterklärend und lässt sich hier downloaden.

Um übrigens in Zukunft ganz auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt sich neben der externen Festplatte, die Backups automatisch erstellen sollte – beispielsweise mit Nero, eine zweite externe Festplatte, auf der die Kopien der Backups von Zeit zu Zeit gespeichert werden sollten, die dann in der Schreibtischschublade aufbewahrt wird. So ist man relativ sicher und löscht nicht, wie in meinem Fall, gleich Partition und Backuplatte auf einmal.

Der-Die-Das

Die geschlechtsgerechte Sprache ist der Versuch im Zeichen von Gender Mainstreaming , die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern auf allen gesellschaftlichen Ebenen auch sprachlich zu berücksichtigen. Das heißt, es soll eine weibliche Nachsilbe für jede Form der Wortbildung möglich gemacht werden.

Beispielsweise ist für den Begriff Mensch auch das Suffix Menschin möglich. Der Begriff Mann kann auch als Männin geführt werden. Die Uni Leipzig war dabei so konsequent, im Jahre 2013 die Anrede Herr Professorin einzuführen.

Nun folgt der nächste Streich. Der weibliche Artikel soll entsprechend den Gender Vorschriften auch bei allgemeinen Bezeichnungen, insbesondere „im publizistischen öffentlichen Bereich und dort besonders bei der Namensgebung berücksichtigt werden“, so die Sprecherin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Konkret heißt das: Alle Zeitungen und Magazine müssen für die Bezeichnung ihrer Publikationen beide Artikel verwenden. Demnach hat bspws das Magazin „DER SPIEGEL“ im Titel ebenfalls den Namen “DIE SPIEGELIN“ zu führen. Das Magazin hat bereits reagiert und teilt seinen Lesern/ ihren Leserinnen in der neuesten Ausgabe die Umbenennung in „DAS SPIEGEL“ mit.

Brief aus der Hölle

Briefe sind ja so etwas wie ein Spiegel der Seele. Am 15.Oktober 1888 erhielt der Vorsitzende der Bürgerwehr von Whitechapel in London, Georg Lusk, einen schaurigen Eindruck davon, wie es um das Seelenheil des Mannes bestellt sein musste, dem die Bürgerwehr seit Jahren habhaft werden wollte und der nie gefasst worden ist: Jack the Ripper.


Übersetzung: Letters of Note

Lusk erhielt neben dem Brief eine kleine Schachtel mit dem Inhalt einer halben Niere.

Computer am Handgelenk?

Natürlich braucht man keine Smartwatch, auch wenn Apple den Hype über den Minicomputer mit der aktuellen sündhaft teuren Kollektion einmal mehr angeheizt hat. Es gibt aber noch andere Hersteller. Sony beispielsweise beweist nicht nur mit seinen Smartphones, dass es durchaus möglich ist, gute und schnelle Handys zu bauen, dessen Innenleben zudem in hochwertige Gehäuse integriert sind. Sony zeigt mit der aktuellen Smartwatch 3 seine Leistungsfähigkeit auch auf dem Gebiet der schlauen Uhren.

Ja, auch die Smartwatch von Sony ist eigentlich nur eine Verlängerung für das Smartphone; sämtliche Meldungen gehen am Handgelenk ein, allerdings muss in vielen Fällen dann doch wieder das Smartphone herausgeholt werden. Immer dann, wenn der Sprachbefehl hakt, meldet die Smartwatch nämlich, dass die Anwendung am Telefon zu öffnen ist.

In den meisten Fällen, insbesondere bei kurzen Nachrichten, z.b. über whatsapp funktioniert die Sprachsteuerung jedoch sehr gut.

Für Technik und Sportbegeisterte ist das eigene GPS-Modul in der Uhr von Vorteil, im Gegensatz zu anderen Herstellern ist so ein Mitführen des Handys beim Joggen unnötig.
Das Modul zeichnet die Strecke, die Geschwindigkeit auf und sendet die Daten beim nächsten Kontakt via Bluetooth an das Handy. Auch der obligatorische Schrittzähler ist interessant und auch relativ genau.

Eine Herzfrequenz oder Pulsmessung gibt es nicht; die Präzision hält sich, was man so liest, bei anderen Smartwatches allerdings auch in Grenzen. Sehr praktisch sind die Erinnerungsfunktionen, die ebenfalls per Sprachbefehl eingegeben werden können. Zwingend ist neben einem Sony Smartphone die App Android Wear, um überhaupt Kontakt zum Telefon zu bekommen.

Alle weiteren Apps lassen sich über das Handy im Google Store laden und im Anschluss mit der Smartwatch synchronisieren. Durch das eigene GPS Modul lässt sich die Uhr natürlich auch als Mini-Navi einsetzen. Musik zu hören ist ebenfalls möglich, dazu ist ein Bluetooth fähiger Kopfhörer nötig.

Fazit: Die Smartwatch 3 von Sony ist für Technik – und Sportbegeisterte ein durchaus nützliches Werkzeug, das Spaß macht, zudem dienlich und motivierend für Läufer sein kann.

Michel Houellebecq – Unterwerfung

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Das nun ausgerechnet der Erscheinungstag des Romans mit der Ermordung der Journalisten in Paris auf einen Tag fiel, dafür konnte niemand etwas, auch wenn es sicher einige gibt, die in Houellebecq und seinem neuen Buch zumindest ansatzweise eine Art Prophezeiung zusammen fantasieren.

Welche Beweggründe nun Michel Houellebecq für sein neues Buch „Unterwerfung“ hatte, ist eigentlich völlig egal, denn es ist so, wie ein gutes Buch sein soll: Nach drei Seiten ist der Leser mittendrin in der Geschichte, mittendrin in Paris im Jahre 2022, mittendrin im Umbruch und mittendrin in einem Regierungs – und Präsidentenwechsel, mittendrin in einer Epoche, in der die Trennung zwischen Kirche und Staat aufgehoben ist, mit dem Ergenis eines islamisch geprägten Staats, mitten in Europa.

Was die Geschichte auch spannend macht, ist die Tatsache, dass keine gewaltsame Übernahme durch den Islam stattgefunden hat (oder stattfinden wird, ganz wie man will, das Buch spielt ja in der nahen Zukunft), sondern der demokratische Prozess die revolutionäre Umgestaltung Frankreichs durch den Islam ermöglicht.

Das Buch ist auch kein islamfeindliches Buch, denn Houellebecq lässt den Islam erst einmal die fehlende Ordnung in Paris wieder herstellen.

Die Kriminalität geht zurück, die Arbeitslosigkeit geht zurück, die Saudis pumpen Millionen in den Aufbau islamischer Schulen, Polygamie ist erlaubt. Der Protagonist, ein Hochschulprofessor für Literatur in Paris, kann dies alles haben und genießen, aber nur als Konvertit; sozusagen eine Unterwerfungsgeste eines Mannes, der ansonsten aufgrund seiner wissenschaftlichen Bildung die Existenz eines höheren Wesens als nicht beweisbar und somit irrelevant erachtet.

Michel Houellebecq lädt den Leser auf eine bisher noch nicht gedachte Reise, genauso spannend, ironisch und witzig, wie erschütternd und erschreckend.