Archiv der Kategorie ‘Kurioses’

Spieglein, Spieglein an der Wand

Zur Berichterstattung einer möglichen Rückkehr in die Politik des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, mischt sich nun auch Fußballlegende und Jungmädchenversteher Lothar Matthäus.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wünscht sich ein politisches Comeback des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg. “Nicht nur, weil er so gut aussieht wie ich”, sagte Matthäus der Illustrierten “Bunte”. “Sondern weil ich glaube, dass er in der Politik sehr viel bewegt hat in den letzten Jahren.” Quelle: welt.de

Na, wenn das mal keine Empfehlung ist.

Schleckers Welt

Das Unternehmen Schlecker hat sich mit dem wirklich bescheuerten Werbespruch: “For You, Vor Ort”, aber noch mehr mit der Reaktion auf die Kritik des Slogans, nicht viele Freunde gemacht.

Ein über die deutsche Sprache besorgter Herr hat sich über den denglischen Spruch geärgert und Schlecker schriftlich ob der Sprachpanscherei kritisiert; postwendend hatte der Kommunikationschef des Unternehmens, Florian Baum, die Kritik zurückgewiesen und den unglücklichen Werbespruch, mit Hinweis auf die eigene elitäre Stellung in der Gesellschaft, verteidigt:

„Persönlich kann ich das nachvollziehen, denn als Geisteswissenschaftler fühle auch ich mich im privaten Sprachgebrauch der Latinitas verpflichtet und sehe die Bestrebungen des Vereins Deutsche Sprache mit großem Wohlwollen. Um jedoch die Position des Unternehmens Schlecker zu verstehen, lade ich Sie ein, ihre Perspektive zu wechseln und die Sache aus unternehmerischem Blickwinkel zu betrachten.“

“Schlecker hat nach einem neuen Unternehmensmotto gesucht. Dieses Motto sollte die durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind, ansprechen. [....] die Zielgruppe unseres Werbespruchs sind auch nicht die vielleicht 5% der Bevölkerung, zu denen Sie und ihre Mitunterzeichner gehören (nämlich promovierte Akademiker, Philologen und andere reflektierte Sprachverwender) – sondern die übrigen 95%.“



Als Bewerbungsschreiben für einen neuen Job ist der auf Facebook veröffentlichte Brief wohl eher nicht geeignet.

Wie muss man eigentlich strukturiert sein, um so einen Blödsinn von sich zu geben?

Schäubles Hebelgesetz

Nach dem inzwischen dementierten Gerücht, Finanzminister Schäuble wolle den EU-Rettungsschirm mittels Kredithebel auf eine Billion Euro aufstocken, dürfte sich die Frage nach einer Zahl stellen, die für mich jedenfalls nicht mehr vorstellbar ist.

Beim Versuch, die Unvorstellbarkeit der Zahl “Billion” vorstellbar zu machen, gerät man im Endergebnis nur zu einer weiteren Unvorstellbarkeit.
Nun könnte man sich die Frage stellen, ob eine Unvorstellbarkeit, die als Versuch der Vorstellbarkeit immer noch unvorstellbar ist, nicht vollkommen absurd ist. Aber ich schweife ab. Die unvorstellbare Zahl lässt sich am besten wie folgt darstellen:

Wenn jemand bis zur Zahl „eine Billion“ ohne Pausen, Tag und Nacht, zählen würde und ein Zählschritt würde nicht mehr als eine Sekunde dauern, dann würde der Zähler bis zum Endergebnis über 30000 Jahre (in Worten: dreißigtausend!) brauchen, bis er fertig ist.

Schäuble möchte also einen ungedeckten Fonds mittels ungedeckten Versicherungen auf die absurde, weil unvorstellbare Summe von einer Billion Euro aufstocken. Das nennt sich dann Kredithebel. Irgendwie kommt mir das bekannt vor.

Bahn führt Pinkelsack ein

Die niederländische Bahn hat wirklich Humor. Wie die westfälische Rundschau in ihrer Druckausgabe vom Samstag berichtet, gibt es in den sogenannten Sprinterzügen keine Toiletten. Die Notdurft der Zugreisenden und des Personals sollen „Plaszak“ zu Deutsch Pinkelsäcke lindern. „Das männliche Sprinter-Zugpersonal kommt inzwischen mit leeren Flaschen zur Arbeit, in der der Urin bei Bedarf gefüllt wird“, schreibt die WR. Die niederländische Verkehrsministerin Melanie Schulz lehnt aus Kostengründen den Einbau von Toiletten ab, heißt es in dem Artikel. Wie die Damenwelt sich treffsicher dem Leibesdruck entledigen soll, ist nicht bekannt.
Quelle: WR

Arbeit muss sich wieder lohnen

Was Frau Koch-Mehrin mit dieser Aussage meint, bleibt wohl ihr Geheimnis. Vielleicht spricht sie auf das Sitzungsgeld von 300 Euro an, das sie neben ihren monatlichen Bezügen von 8000 Euro als Abgeordente des Europäischen Parlamentes und einer Pauschale von 4300 Euro erhält.


“Die EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin (FDP) hat in diesem und auch im vergangenen Jahr alle Sitzungen des EU-Petitionsausschusses geschwänzt. Das ergaben Recherchen des TV-Politikmagazins Panorama.” Quelle: fr-online.de