Die Benzinpreise führen, auch im Netz, derzeit zu großer Aufregung. 1,69 €, Tendenz steigend, sind natürlich happig und gerade die beruflichen Pendler haben zu leiden. Aktivisten rufen deshalb per e-Mail zu Aktionen auf [pdf-Datei], um bestimmte Unternehmen zu boykottieren. Der Grundgedanke dabei ist, dass die boykottierten Unternehmen den Preis für Benzin senken würden, wenn die Ware, in dem Fall das Benzin, für eine bestimmte Zeit nicht mehr nachgefragt wird. Auf den ersten Blick erscheint das logisch, funktionieren wird es nicht.
Der Preis einer Ware, dessen natürliche Ressource endlich ist und die stetig und vermehrt nachgefragt wird, wird auch ständig steigen. Der nicht boykottierte Anbieter könnte seine Preise aufgrund der hohen Nachfrage sogar kurzfristig steigern.
Um die Nachfrage und damit den Preis zu senken müsste ein Substitut, also ein Ersatzgut angeboten werden und/oder die Ware (der Sprit) wäre verzichtbar.
Eine weitere Alternative ist, die Nachfrage zu senken. In der Praxis hieße das, auf das Auto mit Verbrennungsmotor zu verzichten und die Automobilhersteller zu zwingen, alternative bezahlbare Antriebsformen anzubieten. Dafür ist der Benzinpreis noch zu niedrig, wie die geringe Nachfrage nach bspws. Elektroautos zeigt.

