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Das System Eva

27. Juli 2010 - 18:04

Eva Herman ist nicht die selbsternannte Ikone der Bewegung Glaube, Sitte, Heimat. Ganz im Gegenteil. Frau Herman ist ein knallharter Profi im Mediengeschäft und weiß, wie Öffentlichkeit funktioniert und wie die Mediengesellschaft tickt.

Vor allem aber weiß sie, dass gut platzierte Tabubrüche von Prominenten den gewünschten Erfolg, nämlich den der öffentlichen Aufmerksamkeit, nicht verfehlen.

Insofern war das tragische Unglück bei der Love Parade eine Steilvorlage und Frau Herman konsequent genug, dies für sich zu nutzen, indem sie mutmaßt, eine höhere Macht hätte dem „schamlosen Treiben“ ein Ende gemacht. Damit war ihr die erhoffte Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, zumal im Sommerloch, sicher.

Denn mit der Aufmerksamkeit ist das so eine Sache, wenn selbst die BILD Zeitung ihr im März dieses Jahres neu erschienenes Buch (Die Wahrheit und ihr Preis) ignoriert und bereits den unvermeidlichen Abgesang mit der Kolumne: Was wurde eigentlich aus Frau Herman?, beschreibt, dann dürfte es bis zur Bedeutungslosigkeit nicht mehr weit sein, wie sie verstimmt auf der Internetseite ihres Hausverlages feststellt. Für jemandem, der es gewohnt ist und davon lebt medial präsent zu sein, ist das nicht nur schmerzlich, sondern auch wirtschaftlich eine Katastrophe.

Und – entschuldigen kann man sich ja später immer noch.
Darin ist sie schließlich geübt.

Lothar im Sommerloch

22. Juli 2010 - 18:31

Eigentlich erwartet die Journaille im Sommerloch immer einen Hinterbankpolitiker, der beispielsweise Mallorca zum 17. Bundesland machen will. Dieses Jahr muss nun Lothar Matthäus mit seinem Liebesleben die bunten Blätter füllen. Mitleid ist da wohl eher nicht angebracht, schließlich dürfte er medienerfahren genug sein, um zu wissen, wann es besser ist zu schweigen. Seinem Image hat die Posse um seine vierte Ehefrau Liliana scheinbar
nicht geschadet, im Gegenteil; auf seiner Homepage im Gästebuch sprechen ihm die männlichen Fans ihr Mitgefühl aus, derweil weibliche Fans sogar mit Angeboten aufwarten:

“Sie waren – und sind der schönste Fussballspieler der Welt, finde ich.
Gerne würde ich Sie trösten. Leider bin ich schon 42″[..]

“ICh hoffe du findest eine Frau die dir Kraft giebt und zu dir hällt. Ich finde dich persönlich unvergleichbar. auf eine antwort würde ich mich ehr freuen (julsim26)”

Deutschland-England

28. Juni 2010 - 15:54

Bildvergleich aus dem Jahr 1966:

Der war nicht drin.[1966]

Der war drin.[2010]

Pech

18. Juni 2010 - 18:01

Deutschland – Serbien: 0:1. Das Spiel war spannend, ohne Frage. Warum die Deutschen ständig versuchten über die Mitte zum Tor zu kommen, ist mir in meiner laienhaften Betrachtungsweise nicht ganz klar. Der Schiedrichter sorgte mit der inflationären Vergabe von gelben Karten ebenfalls für Verwirrung und als Podolski schließlich in der zweiten Halbzeit den Elfmeter verschoss, war wohl endgültig der letzte Rest spielerische Taktik dahin. Nun höre ich die Fußballfans (und vielleicht auch Jogi Löw) schreien: Ein Elfer gehört ins Tor, basta. Ob das wirklich so ist weiß ich nicht, aber die Formel zur Berechnung der Warscheinlichkeit des Treffens ins Tor eines Elfmeters, die habe ich gefunden:

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