Die Benzinpreise führen, auch im Netz, derzeit zu großer Aufregung. 1,69 €, Tendenz steigend, sind natürlich happig und gerade die beruflichen Pendler haben zu leiden. Aktivisten rufen deshalb per e-Mail zu Aktionen auf [pdf-Datei], um bestimmte Unternehmen zu boykottieren. Der Grundgedanke dabei ist, dass die boykottierten Unternehmen den Preis für Benzin senken würden, wenn die Ware, in dem Fall das Benzin, für eine bestimmte Zeit nicht mehr nachgefragt wird. Auf den ersten Blick erscheint das logisch, funktionieren wird es nicht.
Der Preis einer Ware, dessen natürliche Ressource endlich ist und die stetig und vermehrt nachgefragt wird, wird auch ständig steigen. Der nicht boykottierte Anbieter könnte seine Preise aufgrund der hohen Nachfrage sogar kurzfristig steigern.
Um die Nachfrage und damit den Preis zu senken müsste ein Substitut, also ein Ersatzgut angeboten werden und/oder die Ware (der Sprit) wäre verzichtbar.
Eine weitere Alternative ist, die Nachfrage zu senken. In der Praxis hieße das, auf das Auto mit Verbrennungsmotor zu verzichten und die Automobilhersteller zu zwingen, alternative bezahlbare Antriebsformen anzubieten. Dafür ist der Benzinpreis noch zu niedrig, wie die geringe Nachfrage nach bspws. Elektroautos zeigt.
Einer der wenigen Gründe für das digitale Fernsehen war für mich durch zeitversetztes Fernsehen (Timeshift), endlich bei den wenigen guten Filmen, die die Privatsender zu bieten haben, die nervtötende Werbung zu umgehen.
Jetzt musste ich feststellen, dass, zumindest bei HD Filmen der privaten Sender, das Vorspulen bei Werbeblöcken unterdrückt wird.
Ob der Konsument bereit ist für HD+ 50 Euro im Jahr zu bezahlen, um dann noch nicht einmal die Werbung unterdrücken zu können, wage ich zu bezweifeln. Ich jedenfalls verabschiede mich vom hochauflösenden Fernsehen, zumal bei bspws. alten Western die extrem hohe Auflösung doch eher störend wirkt.
Angenommen, es wäre möglich, in die Vergangenheit zu reisen. Was würde passieren, wenn dort die Gegebenheiten verändert würden? Wenn man also die Geschichte umschreiben könnte? Treffen die Dinge dann so ein, wie man sie erwartet? Was ist mit dem Schmetterlingseffekt, dem Effekt also, von dem vermutet wird, dass winzige Veränderungen in komplexen Systemen verheerende Folgen haben können?
Das alles sind Fragen, die sich Stephen King in seinem neuen Buch „Der Anschlag“ stellt.
Zur Geschichte: Der Lehrer Jake Epping zweifelt an seinem Verstand, als er von seinem Freund, dem Diner-Besitzer Al Templeton, eine versteckte Treppe in der Speisekammer gezeigt bekommt, die in das Jahr 1958 zurückführt. Die Zeitreise dauert in der Gegenwart immer nur zwei Sekunden, egal wie lange der Zeitreisende sich in der Vergangenheit aufhält. Der sterbenskranke Al überredet seinen Freund, in die Vergangenheit zu reisen, um den Attentäter Lee Harvey Oswald zu töten und so das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Epping reist drei Mal in die Vergangenheit, um letztendlich festzustellen, dass sich erstens die Vergangenheit dagegen wehrt geändert zu werden und zweitens die Veränderung einen weiteren Zeitstrang auslöst, eine Parallelwelt, die aufgrund des Eingreifens in die Vergangenheit nicht unbedingt besser ist.
Stephen King hat umfangreich für das Buch recherchiert, das ist dem 1000 Seiten Roman anzumerken. Die politischen Einflüsse im Jahr vor der Ermordung Kennedys, die Lebensweise amerikanischer Kleinstädter, die Biographie des Attentäters, die Theorie von Zeitreisen, all diese Informationen hat der Autor spannend verpackt, wobei der vordergründige Horror sich an der Frage festmacht, was passiert, wenn ein einzelner Mensch, auch aus hehren Absichten, den Lauf der Dinge verändern könnte?
Der Aschaffenburger Moralphilosoph Norbert Geis (CSU) polterte im neuen bayerischen Kniggeblatt Passauer Neue Presse gegen den bald in Schloss Bellevue Einzug haltenden Pastor – wegen dessen Lebensführung. Der Designierte lebt mit seiner Partnerin – der Nürnberger Journalistin Daniela Schadt – in wilder Ehe. Das eifrige Geislein riet dazu, die “persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird”. Quelle: Taz
Erst eine Frau als Bundeskanzlerin, dann ein schwuler Außenminister, ein Wirtschaftsminister mit Migrationshintergrund und jetzt soll es auch noch ein Bundespräsident in wilder Ehe lebend sein?
Das ist offensichtlich mehr, als Herr Geis ertragen kann.
Zu Wullf ist ja nun alles gesagt und auch geschrieben worden. Entweder hat er die politische Klasse verraten und die politische Elite nimmt’s wirklich nicht so genau mit Zuwendungen oder er ist tatsächlich naiv.
Die seinem Verständnis nach definierte Anständigkeit kann man dem Ex Bundespräsidenten nicht absprechen; bleibt die zweite Variante, die der Naivität. Wulff scheint sich seines Verhaltens nicht bewusst, bis heute nicht. Er versteht offensichtlich nicht, warum Politiker sich der Befangenheit aussetzen, wenn sie für Gefälligkeiten empfänglich sind.
Nun haben Politiker heute das Problem, sich durch das Internet in Gefahr zu begeben, dass ihnen alles was sie sagen, irgendwann auf’s Butterbrot geschmiert wird. Das dürfte nicht die schlechteste Form der Demokratie sein, denn hier zeigt sich augenscheinlich ein Kontrollgremium, das über Anstand noch Bescheid weiß. Der politischen Klasse fällt so etwas offenbar schwer.
Wie dem auch sein. Christian Wulff hat jetzt noch Gelegenheit, sich als Ehrenmann vom Amt des Bundespräsidenten zu verabschieden, er muss nur seinen Worten von 2010 bezüglich der Abstriche beim Ehrensold für den Bundespräsidenten Taten folgen lassen: (Min. 1:07)